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Die Zahl der gefälschten Banknoten in Tschechien geht zurück, aber Vorsicht ist dennoch geboten

Autorenbild: Tschechien NewsTschechien News

Die am häufigsten gefälschte Banknote blieb der 2.000-Kronen-Schein

Die Zahl der gefälschten Banknoten in Tschechien geht zurück, aber Vorsicht ist dennoch geboten
Foto: Česká národní banka

Die von der Tschechischen Nationalbank (ČNB) im Jahr 2024 entdeckten gefälschten tschechischen Banknoten waren von geringer Qualität. Bei den meisten wurden kaum Sicherheitsmerkmale nachgeahmt. Die Zahl der Fälschungen ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Die am häufigsten gefälschte Banknote blieb der 2.000-Kronen-Schein. Dies geht aus einem aktuellen Berichte der Nationalbank hervor.


Im Jahr 2024 entdeckte die ČNB insgesamt 1.158 gefälschte und veränderte tschechische Geldscheine – 704 Banknoten und 454 Münzen. Im Vergleich zu 2023 entspricht dies einem Rückgang um etwa zwei Drittel.


„Der Schutz des tschechischen Geldes vor Fälschungen ist auf einem guten Niveau. Gleichzeitig ist es seit Langem so, dass die große Mehrheit der Fälschungen technisch sehr unvollkommen ist. Zudem werden Kronen im Vergleich zu Euro oder Dollar in deutlich geringerem Umfang gefälscht. Wer beim Bezahlen auf die Banknoten und ihre Sicherheitsmerkmale achtet, sollte Fälschungen daher leicht erkennen können“, sagt ČNB-Vorstandsmitglied Karina Kubelková.


Die ČNB identifizierte im Jahr 2024 insgesamt 688 gefälschte tschechische Banknoten mit einem Gesamtwert von fast 1,2 Millionen CZK. Am häufigsten wurden 2.000-Kronen-Scheine gefälscht (38 %), da sie zu den meistverbreiteten Banknoten gehören. Es folgten 1.000 Kronen (19 %), 5.000 Kronen (13 %) und 100 Kronen (13 %).


Die meisten Fälschungen (293) wurden in Prag entdeckt, wo es viele Bargeldtransaktionen gibt und das Bankennetz besonders dicht ist. Die meisten gefälschten Banknoten wurden bei der Bearbeitung in Banken gefunden, gefolgt von Wechselstuben und – in geringerem Umfang – in Geschäften.

Die Zahl der gefälschten Banknoten in Tschechien geht zurück, aber Vorsicht ist dennoch geboten
Foto: Česká národní banka

Die Qualität der in Tschechien entdeckten Fälschungen ist seit Langem gering, was sich auch im vergangenen Jahr bestätigte. Insgesamt 680 Banknoten wurden in die Klassen 4 und 5 eingestuft. Die Gefährlichkeit der Fälschungen wird – ähnlich wie in der Schule – in fünf Klassen bewertet. Banknoten der Klassen 4 und 5 weisen entweder gar keine Sicherheitsmerkmale auf oder imitieren sie nur unzureichend.


Die Überprüfung von Banknoten dauert nur einen Augenblick und lässt sich in drei grundlegende Schritte unterteilen. „Wenn Sie eine Banknote in die Hand nehmen, spüren Sie, dass sich das Banknotenpapier mit einem hohen Baumwollanteil anders anfühlt als gewöhnliches Büropapier. Zudem verfügt jede Banknote über ein deutlich spürbares Relief, das durch den Stichtiefdruck entsteht“, erklärt Karina Kubelková. Der zweite Schritt ist die Prüfung gegen das Licht. „Hält man die Banknote gegen das Licht, lassen sich beispielsweise das Wasserzeichen und der vollständige Sicherheitsfaden erkennen“, fügt sie hinzu. Der letzte Schritt besteht darin, die optisch wechselnden Farben an mehreren Stellen der Banknote zu überprüfen. „Achten Sie auch auf das Farbspiel, das beim Kippen der Banknote sichtbar wird“, ergänzt Karina Kubelková.


Die ČNB überwacht kontinuierlich das Auftreten von Fälschungen und arbeitet daran, tschechische Banknoten sicherer zu machen. „Der Bankvorstand hat Experten beauftragt, neue Sicherheitsmerkmale zu analysieren. Sie werden in diesem Jahr Vorschläge für mögliche Neuerungen unterbreiten, die der Bankvorstand prüfen wird“, so Karina Kubelková.


In den Besucherzentren der ČNB in Prag und Brünn können Interessierte das tschechische Geld und seine Sicherheitsmerkmale näher kennenlernen. Der Eintritt ist kostenlos. Weitere Informationen sind auf der Webseite der ČNB im Bereich „Banknoten und Münzen“ (CZ & ENG) zu finden.

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