Die Inbetriebnahme der rundum erneuerten Petřín-Seilbahn ist für das dritte Quartal 2026 geplant
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Die Prager Verkehrsbetriebe (DPP) haben mit der Auswahl des Auftragnehmers für den Umbau der Petřín-Seilbahn einen wichtigen Schritt in die Zukunft des bekannten Prager Wahrzeichens gemacht. Die Bauarbeiten beginnen im März 2025, und die neue Seilbahn soll voraussichtlich 2026 wieder in Betrieb genommen werden.
Die Prager Verkehrsbetriebe (DPP) haben den Auftragnehmer für den Umbau der Petřín-Seilbahn ausgewählt. Der Gewinner der öffentlichen Ausschreibung ist Metrostav DIZ, ein Vertrag wurde bereits geschlossen und die Baustelle offiziell übergeben. Nach den erforderlichen Vorbereitungsarbeiten wird die eigentliche Erneuerung der Strecke in der zweiten Märzhälfte mit dem Abbau der beiden vorhandenen Wagen der Petřín-Seilbahn beginnen.
Die Bauarbeiten werden etwa ein Jahr dauern, und die anschließende Installation des Transportsystems sowie die Prüfung und Zulassung der neuen Seilbahnwagen werden weitere 5 bis 6 Monate in Anspruch nehmen. Die DPP geht davon aus, dass die rundum erneuerte Petřín-Seilbahn einschließlich der neuen Wagen im dritten Quartal 2026 in den Probebetrieb mit Fahrgästen gehen wird.
Mit der kompletten Erneuerung der Seilbahn wird der derzeit unbefriedigende technische Zustand der Strecke behoben, die nicht nur in die Jahre gekommen ist, sondern auch durch extreme Niederschläge Mitte September 2024 beschädigt wurde und seither außer Betrieb ist. Nach den notwendigen Vorbereitungsarbeiten wird der eigentliche Umbau in der zweiten Märzhälfte mit dem Abtransport der beiden alten Seilbahnwagen beginnen. Wagen Nr. 1 wird zu den DPP-Zentralwerkstätten in Hostivař gebracht, wo er bis zu seiner endgültigen Unterbringung im DPP-Museum in Střešovice zwischengelagert wird. Wagen Nr. 2 wird von der DPP in das Depot des Nationalen Technischen Museums in Chomutov überführt.
Geplante Arbeiten an der neuen Strecke
Der instabile Petřín-Hang wird durch fünf Stahlbeton-Mikropfahlwände stabilisiert, basierend auf geotechnischen Untersuchungen und statischen Berechnungen. Vier Wände entstehen im unteren Bereich, eine im oberen Teil. Sie reichen 10 bis 15 Meter tief und erstrecken sich über die gesamte Streckenbreite.
Darauf baut der Auftragnehmer den neuen Seilbahnkörper. Eine massive Stahlbetonkonstruktion mit Dehnungsfugen, Entwässerungssystem und Kanalisation wird errichtet. Neue Schienen, Umlenkrollen und das Zugseil werden auf der Betonplatte verankert. Auf der Nebozízek-Brücke werden die Schienen direkt in die Brückenkonstruktion integriert.
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Die Nebozízek-Brücke, deren tragende Struktur 2016 erneuert wurde, erhält auch die notwendige Reparaturen. Zwei Steinbogenbrücken zwischen Nebozízek und Újezd werden gereinigt, neu verfugt und abgedichtet. Auch die 2006 erneuerten Stützwände werden instand gesetzt.
Die Gleissanierung umfasst zudem eine neue Beleuchtung. Lichtmasten, Leuchten und Stromkabel werden ausgetauscht.
„Die Rekonstruktion bringt keine wesentlichen städtebaulichen oder architektonischen Änderungen. Grundriss und Höhe der Bahn bleiben unverändert. Der Maschinenraum wird weiterhin genutzt, die Kontrollräume modernisiert. Die neuen Wagen werden bis Ende März bestellt, sodass deren Zulassung direkt nach dem Streckenumbau erfolgen kann. Nach etwa einem Jahr Bauzeit und sechs Monaten Fahrzeugtests startet der Betrieb frühestens im Sommer 2026“, erklärt Jan Šurovský, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der DPP.
Die Erneuerung der Petřín-Seilbahn wird eng mit dem Bauprojekt der Naturschutzabteilung Prags koordiniert.